À propos
emotionen. es geht um emotionen, nicht um die abbildung von realität. realität ist das "jetzt", der moment in dem wir gerade leben, nicht die vergangenheit, nicht die zukunft, nicht der moment eines anderen. ein foto, das diesen moment einfängt und konserviert, hat seinen wahrheitsgehalt mit druck auf den auslöser bereits aufgegeben. die wahl des bildausschnitts, des films, die nachbearbeitung - all das (und viel mehr) verändert die abgebildete realität. das ist nicht nur bei der sog. "künstlerischen fotographie" so - jede "dokumentarische" aufnahme, jedes familienfoto, landschaft, strasse, sach, ist mehr oder weniger weit weg von der realität.
ein foto ist gut, wenn es emotionen auslöst, wenn der blick des betrachters länger als die üblichen ein bis zwei sekunden auf dem bild verweilt - ihn möglicherweise fragen stellen lässt, zum nachdenken anregt. wiedererkennbares, wie personen oder gebäude, ist hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich....
